Wir – in der Plattenkiste

Wir – in der Plattenkiste

Wir – in der Plattenkiste

Das war ein aufregender Tag in der Geschichte der spielBühne. Heute ging es nach Hannover ins Landesfunkhaus des NDR und da in die “Plattenkiste” von NDR1 Niedersachen.

Wir wurden sehr freundlich begrüßt und während des gesamten Aufenthalts beim NDR sehr gut betreut. Es gab ein kurzes Einführungsgespräch und einer Führung durchs Haus, bei der wir auch eine Probe der NDR Radiophilharmoniker besuchen konnten. Anschließend führte uns der Weg weiter mit einem Besuch im Nachrichtenstudio, bevor wir schließlich im Studio der Plattenkiste ankamen, wo wir von Regie, Technik und unserem Moderator Sören Oelrichs begrüßt wurden.

Gruppenbild im NDR Studio
v.l. Peter Vette, Sören Oelrichs, Ursula Graeser und Norbert Radermacher
v.l. Peter Vette, Sören Oelrichs, Ursula Graeser und Norbert Radermacher

Die spannendensten Momente gab es für uns, während die Musik für die Zuhörer spielte. Aber da wir gerne geheimnisvoll tun, hier nun die Pressemeldung, die der NDR im Anschluss an die Sendung herausgegeben hat:

Viel zu erzählen gab es in der Sendung „Plattenkiste“ bei NDR 1 Niedersachsen. Am 18. Oktober zwischen 12 und 13 Uhr unterhielten sich Peter Vette, Ursula Graeser und Norbert Radermacher mit Moderator Sören Oelrichs über 40 Jahre spielBühne Lingen.
Zwei Stücke produzieren die Amateure im Jahr. “Man muss schon ein bisschen verrückt sein”, kommentiert Peter Vette belustigt. Texte werden gelernt, etwas Eifersucht spielt auch mal rein – wer hat die beste oder größte Rolle erwischt, schmunzelt er. Die Arbeit wird aber sehr ernst genommen. Ursula Graeser erzählt, was alles selbst gemacht wird wie Kostüme oder Bühnenbild. Jeder kann seine Kreativität entfalten und sich an handwerklichen Tätigkeiten ausprobieren, die er vielleicht zuvor nicht kannte. Nicht jeder will unbedingt auf die Bühne, so mancher möchte lieber im Hintergrund helfen. Über die Stücke und die Zusammenarbeit dafür wachsen sie alle mehr und mehr zusammen, zumal sie auch gemeinsame Ausflüge unternehmen neben der Theaterarbeit. Natürlich sind moderne Stücke im dem Programm, so im Vorjahr die erfolgreichen Aufführungen der “Vorstadtkrokodile”, berichtet Peter Vette. Sie stellen aber auch Eigenproduktionen wie “13” auf die Beine: Es geht da um Jugend ohne Gott, ein sehr ernstes Stück, das in den 40er Jahren spielt und sich auch mit der NS-Zeit beschäftigt. Aber auch der Spaß ist wichtig – über das, was mitunter bei den Proben schief geht, können sie herzlich miteinander lachen, verrät Ursula Graeser. Ihr gefällt, dass es zwischen den Generationen harmoniert und humorvoll zugeht.
Am allerersten Tag – vor 40 Jahren – waren es 60 bis 70 Leute im Alter von 10 bis 70, die sich vorstellten. Damals hatte die Stadt Lingen ein großes Theater gebaut, das bespielt werden sollte – von Profis wie von Bürgern und Bürgerinnen der Stadt, erinnert sich Norbert Radermacher. Mit Walter Edelmann gemeinsam trieb er die Leute als Regisseur an. Die erlebten prompt einige Überraschungen, die sie bei der Einladung über die Volkshochschule sicher nicht erwartet hatten. Sie wurden über die Bühne gejagt, sollten über den Boden kriechen, sich umarmen usw. Das verschreckte einige. Doch immerhin 35 Mitglieder hat der Verein heute. Die spielBühne sieht sich längst auch als Botschafter der Stadt Lingen, denn sie reisen, erläutert Norbert Radermacher. So gab es schon Auftritte in Japan, in Frankreich, in Monaco und vielen anderen Ländern. Auch in Niedersachsen ist die spielBühne gern unterwegs. Die Theatertage in Baltrum sind beispielsweise ein geschätztes Ziel. Theaterarbeit ist eine Stärkung für Jugendliche, die erstmals Bühnenerfahrungen machen. Danach gehen sie mit anderem Selbstbewusstsein ins Leben, weiß er. Deshalb werden gerade Kinder und Jugendliche gern gefördert. Aber: Jeder, der Lust auf Theater hat, ist herzlich willkommen im Verein. Das Alter spielt keine Rolle. Männer werden immer gesucht, denn meist “trauen” sich Frauen. Aber ob hinter oder auf der Bühne – es gibt immer etwas für jede und jeden Interessierten, versichert Ursula Graeser.
Nun steht die große Jubiläums-Gala am 26. Oktober an. Darauf freuen sich schon alle im Verein. Dann wird nämlich ein großer Querschnitt aus allem gezeigt, was 40 Jahre spielBühne ausmachen: viele kleine schöne Szenen aus den unterschiedlichen Stücken, drei Regisseure arbeiten mit – und es gibt noch einige Karten. Alle Gäste sind eingeladen, mit dem Verein zu feiern – nach dem Spiel kann bei einem Gläschen Sekt noch über Vergangenheit und Zukunft geplaudert werden.
Von Montag bis Freitag heißt es zwischen 12 und 13 Uhr bei NDR 1 Niedersachsen „Die Plattenkiste – Hörer machen ein Musikprogramm“. Die Sendung wird komplett von den Gästen gestaltet. In der Sendung können sich Vereine, Clubs, Organisationen vorstellen – egal ob Chor, Surfclub, Theater- oder Selbsthilfe-Gruppe. Informationen zur Bewerbung unter www.ndr1niedersachsen.de

Quelle: NDR

Wir danken dem NDR, dass er uns den Besuch ermöglicht hat. Hoffentlich hatten die Zuhörer eine ebenso unterhaltsame wie informationsreiche Stunde wie wir.

4 thoughts on “Wir – in der Plattenkiste

    1. Peter Vette

      Besten Dank Herr Oelrichs! Wir hatten auch viel Spaß. So eine Radioerfahrung macht man ja nicht so oft. Wir kommen auch gerne wieder …

  1. Mieke Achtermann

    Bei einigen Produktionen habe ich geschminkt und so einige Haarfrisuren gemacht. An diese Zeit denke ich sehr gerne zurück.
    Glückwunsch zu den 40. jährigen Jubiläum
    Gruß Mueke

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