Die Vorstadtkrokodile – Teil 1: Der Bunker

Die Vorstadtkrokodile – Teil 1: Der Bunker

Die Vorstadtkrokodile – Teil 1: Der Bunker

Die spielBühne Lingen probt gerade intensiv für „Die Vorstadtkrokodile“ von Max von der Grün. Ein Klassiker der Jugendliteratur, der Vielen von der Fernsehserie in den siebziger Jahren und aus dem Kino bekannt sein dürfte. Am 2. Dezember 2018 ist Premiere im Theater an der Wilhelmshöhe in Lingen und die Spannung steigt.

Wie viele andere Theatergruppen auch, hat die spielBühne ein Platzproblem. Es gibt zwar das Team-Haus, eine Privatwohnung in einem Mehfamilienhaus mit einem großen Wohnzimmer, aber für eine Produktion wie „Die Vorstadtkorkodile“ reicht der Platz nur für Stell- oder Sprechproben. Wenn es um „echte“ Proben geht, bei denen man richtige Wege zurücklegen muss, oder richtig lautes sprechen, dann braucht es halt doch eine richtige Bühne oder eine Halle.

Foto von Messgerät für den Raumüberdruck

Messgerät für den Raumüberdruck

So eine Art Halle hat die spielBühne nun gefunden. Dabei handelt es sich sogar um eine ziemlich coole Location: einen Atombunker. Er befindet sich in einem Geschäftshaus in der Lingener Innenstadt, ungefähr 10 Meter unter der Erde. Das Geschäftshaus wurde Ende der achtziger Jahre gebaut. Damals wurde der Bau von Luftschutzbunkern noch staatlich gefördert. Freundlicherweise hat der Besitzer des Geschäftshauses der spielBühne die Fläche zur Verfügung gestellt.

Mit einem großen Lastenaufzug fährt man zunächst gemächlich in die Tiefe. Tritt man dann durch die großen Flügeltüren in den Bunker, sieht der Raum auf den ersten Blick aus wie ein normaler Keller. Nur wenn man spricht, hallt es ziemlich, da der Raum ca. 1.000 Quadratmeter groß ist. Und wenn viele sprechen, wird es richtig laut. Kein Wunder bei dem ganzen Beton. Sieht man aber genauer hin, erkennt man die ca. 30 Zentimeter dicken Türen der Luftschleuse, die Belüftungsanlage mit ihren handbetriebenen Motoren und die Messgeräte an der Wand. Der Raum wirkt trotzdem kein bisschen umheimlich. Er wird hell von Neonröhren beleuchtet und die Wände sind weiß gestrichen.

Die Belüftung im Bunker würde im Ernstfall über die Handkurbeln erfolgen.

Für uns Theaterleute birgt der Raum allerlei Vorteile. Auf der riesigen Fläche können wir uns super ausbreiten. Die Spielfläche ist ähnlich groß wie die Bühne im Lingener Theater. Nur ein paar Beton-Säulen stehen im Weg. Auch die Werkstatt hat Platz. Bühnenbilder bauen und malern ist kein Problem mehr. Auch das riesige Hintergrundbild entsteht dort. Lärm können wir so viel machen wie wir wollen, es hört sowieso niemand. Und die Temperatur liegt das ganze Jahr konstant bei ca. 18 Grad. Das war während des heißen Sommers ziemlich hilfreich und im Winter ist es fast schon muckelig. Aber mit Gemütlichkeit ist in dem kahlen Raum nicht viel. Die Betonwände laden nicht wirklich zum gemütlichen Rumsitzen ein, weshalb das Team-Haus auch zukünftig der Treffpunkt für das Vereinsleben bleiben wird.

Wie gesagt: Am 2. Dezember um 15 Uhr haben wir Premiere mit den Vorstadtkrokodilen im Theater an der Wilhelmshöhe in Lingen. Eine Woche lang werden wir neben zwei öffentlichen Aufführungen auch zahlreiche Schulvorstellungen spielen. Ob wir auch zukünftig im Bunker proben werden, wird sich zeigen.

Im nächsten Teil erzählen wir Ihnen mehr zum Inhalt und zu den Proben. Schauen Sie also bald wieder vorbei …

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